KEB Hochtaunus | Programmheft 2/2019
Gesellschaft - Politik 22 ■ ■ Spuren der Vergangenheit „Vernichtung durch Arbeit“ Konzentrationslager im Taunus Vorgestellt werden die Ergebnisse intensiver Quellenfor- schung in deutschen, britischen, israelischen und ameri- kanischen Archiven über Orte im Taunus, die im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Die Bauwerke und Infrastruktur dieser Orte sind u. a. durch Zwangsarbeit von Häftlingen aus Konzentrationslagern entstanden.Anhand von konkreten Beispielen wird das menschenverachtende Nazi- Programm der „ Vernichtung durch Arbeit “ dargestellt. Es soll besonders berichtet werden über das KZ-Außenlager „Tannenwald“ neben Schloss Kransberg (Stammlager: Kon- zentrationslager Buchenwald bei Weimar/Thüringen), damals als Teil des ehemaligen Führerhauptquartiers „Adlerhorst“ ein Hauptquartier von Himmler und Göring. Der Referent wird zum KZ-Außenkommando „Tannenwald“ auch noch über neuere Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zum Lager und seinen Häftlingen berichten. Vor der Veranstaltung besteht um 19:00 Uhr die Möglichkeit, den Bunker zu besichtigen, dessen Eingang neben der Pfarr- scheune liegt. Er wurde am Anfang des Zweiten Weltkriegs von der Organisation Todt, einer paramilitärischen Bautrup- pe des Dritten Reichs für die Zivilbevölkerung von Krans- berg in die Seitenwände des Wiesbachtals gebaut. Kursnummer: G02.203 Referent: Bernd Vorlaeufer-Germer Veranstalter: KEB Hochtaunus Kooperation: Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus Ort: Alte Pfarrscheune Kirchort St. Johannes d.Täufer Schlossstraße 1, 61250 Usingen-Kransberg Kosten: kostenfrei Anmeldung: nicht erforderlich Termin: Donnerstag, 14.11.2019, 19:30 Uhr Luftbild von Schloss Kransberg 1945. Schemenhaft sind einige Gebäude des KZ-Außenlagers „Tannenwald“ zu sehen (siehe Hinweis- pfeil; Bild: University of Keele)
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